...erschienen in DKZ 10/2003

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

heute sind viele Kinder Waisen mit Eltern. Aus der Sicht von Grundschullehrern finden sich die häufigsten Probleme der Kinder im Elternhaus und in der Freizeitgestaltung, wobei diese Bereiche nicht getrennt gesehen werden können. So meint ein Großteil der Pädagogen, dass Kinder zu lange vor dem Fernseher sitzen - aus Zeitmangel (oder Bequemlichkeit) der Eltern. Daneben haben Computerspiele, Videos und Internet, nach Ansicht der Lehrer, das pädagogisch sinnvolle und "natürliche" Spiel weitgehend verdrängt. Kinder werden geistig zu wenig gefordert und angeregt. Im Rahmen einer psychologischen Studie der Universität Bonn wurden Grundschullehrer zu diesem Themenkreis befragt. Dabei standen die Möglichkeiten der Problemlösung in Verbindung mit der Bedeutung von Haustieren für Schulkinder im Vordergrund. Es wurde herausgestellt, dass die Haltung von Haustieren erzieherischen Einfluss ausüben kann, wenn auch Tiere als Co-Pädagogen kein Ersatz für elterliches Erziehungsverhalten sein können. Lehrer machten die Beobachtung, dass Tierhaltung bei Schülern die Ausprägung positiver Persönlichkeitsmerkmale fördert: Durch die Haltung von Tieren können Kinder lernen, Verpflichtungen zu übernehmen, Verantwortung zu tragen und Rücksichtnahme gegenüber Schwächeren zu üben. Das Selbstwertgefühl von Kindern wird gesteigert, wenn sie für das Wohlbefinden von Tieren verantwortlich sind. In der Beschäftigung mit Tieren finden Kinder wirkliche Zufriedenheit. Langeweile hat keine Chance. Naturverbundenheit und Umweltbewusstsein werden stärker ausgeprägt. Selbstständigkeit, seelische Ausgeglichenheit, Aufgeschlossenheit und Offenheit gegenüber Mitmenschen nehmen zu. - Viele gute Argumente, die auch für die Rassegeflügelzucht als Beschäftigung für Kinder und Jugendliche sprechen. Prädikat: pädagogisch wertvoll!

Ihr Dr. Uwe Oehm

Jugend in LV

Landesverband der Rassegeflügelzüchter Groß-Hamburg e.V.

Wir züchten Rassegeflügel - mach doch mit!